Bauvorhaben und Naturschutz
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2.6. Fels- und Schuttstandorte

Künstlich geschaffene Felswände und Schuttstandorte können zu wertvollen Sonderbiotopen werden („Lebensräume aus zweiter Hand“).
 
2.6.1. Durch Felsabtrag entstehende Felswände strukturreich, dh vielfältig mit Simsen, Vor­sprüng­en, Ritzen und Spalten gestalten. Dies erleichtert die Besiedlung durch Pflanzen und Tiere. Dabei die natürliche Gesteinsschichtung aus kompakten und mürben Gesteinen nutzen.
 
2.6.2. Mit Flechten und Moosen bewachsene Felsblöcke erhalten, indem sie als Ganzes versetzt werden. Dabei beachten, dass Steine und Felsen normalerweise nur teilweise aus dem Boden ragen. Felsblöcke wieder seitenrichtig einbauen (bewachsene Flächen nach oben).
 
2.6.3. Ausreichend Feinmaterial zwischen den Steinen ist Voraussetzung für eine rasche Vege­tat­ions­ent­wick­lung auf Schuttfluren. Dies kann durch eine Überdeckung mit Oberboden, er­di­gem oder organischem Material gefördert werden.
 
2.6.4. Bei Hangvernetzungen sollte das verwendete Material optisch möglichst wenig auffallen (zB kein glänzendes Metall).


Fotos
 
Natürliche Felswände sind reicht strukturiert. Ein strukturreiches Relief fördert die Vegetationsentwicklung auch auf künstlich entstandenen Felswänden. Eine Hangvernetzung sollte zumindest eine niederwüchsige Vegetationsentwicklung erlauben, um die optische Auffälligkeit zu reduzieren. Schuttfluren sind für Pflanzen extreme Lebensräume.
Für den Bewuchs auf Schuttfluren ist ein gewisser Anteil an Feinmaterial erforderlich. Größere Felsblöcke können als Ganzes versetzt werden. Steine ragen üblicherweise nur teilweise aus dem Boden.


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