Bauvorhaben und Naturschutz
Eine Checkliste

2.8. Wege

Eine rücksichtsvolle Gestaltung von Wegen reduziert die ökologische Trennwirkung und damit die Verinselung der Landschaft.
 
2.8.1. Auf eine Asphaltierung verzichten bzw die Asphaltdecke nach Ende der Bauarbeiten wieder entfernen.
 
2.8.2. Wegbreite minimieren, dh an die Nutzungserfordernisse anpassen.
 
2.8.3. Nach Abschluss der Bauarbeiten einen begrünten Mittelstreifen anlegen. Falls erforderlich den Boden hierzu mit einer Steinfräse aufbereiten.
 
2.8.4. Allenfalls Radspurtümpel erhalten (zB als Laichgewässer für Gelbbauchunken).
 
2.8.5. In Weiderosten Ausstiegshilfen für Kleintiere einbauen: schräg ansteigende, maximal 60° steile, griffige Holzbretter, die mit grobem Drahtgitter bespannt bzw mit Quersprossen versehen sind, oder Lochbleche mit einem Lochdurchmesser von 5 mm und einer Teilung von 7-8 mm.
 
2.8.6. Nicht für den öffentlichen Verkehr zugängliche Wege durch Schranken vor Befahrung schützen.

=> naturtipps: Forst- und Güterwegebau


Fotos
 
Ein bewachsener Mittelstreifen mindert die landschaftsästhetischen und ökologischen Beeinträchtigungen durch den Wegebau. Im Optimalfall können sich sogar geschützte und gefährdete Arten auf dem begrünten Mittelstreifen entwickeln.


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