Bauvorhaben und Naturschutz
Eine Checkliste
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7.1. Während der Baumaßnahmen

 
7.1.1. Problemneophyten auf Baustellen vor der Samenreife mähen und das anfallende Pflan­zen­material sachgerecht entsorgen.
 
7.1.2.  Mit invasiven Neophyten belastetes Aushubmaterial gesondert behandeln:
a) Nicht mit unbelastetem Material vermischen.
b) Eine sichere Verwertung auf der Baustelle ist unter folgenden Voraussetzung möglich:
• Erdmaterial mit Pflanzenteilen des Japanknöterichs: Abtrag des Bodens 1 m bis 5 m tief, Überdeckung des belasteten Bodenmaterials mindestens 6 m.
• Erdmaterial mit Pflanzenteilen von Drüsigem Springkraut, Goldruten, Riesenbärenklau: Abtrag des Bodens mindestens 20 cm tief, Überdeckung des belasteten Bo­den­ma­ter­ials mindestens 1 m.
c) Gemähte Pflanzenteile abführen und so entsorgen, dass eine Weiterverbreitung der Neo­phyten ausgeschlossen ist (Müllverbrennung, Biogasanlage, Kompostierung mit Hygienisierung).
 
7.1.3. Sicherstellen, dass angeliefertes Boden- und Aushubmaterial frei von invasiven Neophyten ist.
 
7.1.4. Bodendepots mit einheimischen Arten begrünen.
 
7.1.5. Temporäre Rohböden überwachen und regelmäßig auf die Ansiedlung von Neophyten kon­trol­lier­en.
 
7.1.6. Baumaschinen und Transportfahrzeuge regelmäßig vor Ort reinigen (zB mit Hochd­ruck­rei­ni­ger) und sicherstellen, dass keine Pflanzenteile von Neophyten mit den Geräten ver­schleppt werden.
 
7.1.7. Besonders problematisch sind invasive Neophyten im Bereich von Gewässern. Si­cher­stel­len, dass weder Samen, Pflanzenteile noch belastetes Erdmaterial in das Wasser gelangen und verdriftet werden.


Fotos
 
Eine sachgerechte Entsorgung des anfallenden Pflanzenmaterials ist wichtig. Im Bild Samenstände des Riesenbärenklaus, die nicht auf unbefestigten Standorten zwischengelagert werden dürfen. Der Japanknöterich besitzt ein enormes Regenerationsvermögen. Erdmaterial mit Pflanzenteilen des Japanknöterichs muss mindestens 6 m überdeckt werden, um ein Wiederaustreiben zu verhindern. Neophyten wie das Drüsige Springkraut siedeln sich häufig auf offenen Bodenstellen an. Gewässer sind Ausbreitungswege für viele Neophyten.


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